„Alles Leben stammt aus dem
Meer."
Hippokrates

Weltweit
werden mehr als etwa 10
Millionen Tonnen marine
Makroalgen geerntet. Allein
in Japan und anderen
asiatischen Ländern sind es
mehr als 4 Millionen. Vor
allem Meeresbraunalgen und
-rotalgen, in Aquakulturen
angebaut, werden dort
konsumiert. Sie sind seit
Jahrhunderten Bestandteil
der traditionellen Küche -
sei es in Suppen, Salaten
oder als Beigabe zu
Gemüsegerichten. Hier in
Europa erfreuen sich die
japanischen
Sushi-Restaurants mit ihren
in Norialgen gewickelten
Rollen wachsender
Beliebtheit. Die
französische Haute Cuisine
schätzt das Meeresgemüse als
kulinarische Spezialität und
in der Bretagne werden
Wakame-Algen erfolgreich
kultiviert. Auch auf dem
deutschen Markt haben
Algenprodukte an Bedeutung
gewonnen. Die erste deutsche
Algenzucht wird auf Sylt
betrieben, in der
SylterAlgenfarm.
Alleskönner
Was macht diese
Wasserpflanze, angefangen
mit dem kleinen Einzeller
bis hin zu einem 30 Meter
langen Tang, so besonders?
Algen sind Alleskönner. Sie
sind reich an
Mineralstoffen, Vitaminen,
Eiweißen, Fettsäuren und
Proteinen. In der
traditionellen Chinesischen
Medizin gehören Algen zur
Therapie. Sie fördern die
Thymus- und
Schilddrüsenfunktion, die
Steigerung des
Stoffwechsels, schützen die
Magen-Darmflora, beugen
Herz-Kreislauferkrankungen
vor und haben
antibakterielle und
antivirale Wirkungen.
Wissenschaftliche Studien
erbringen den Beweis für den
Zusammenhang zwischen
Algenkonsum und der
niedrigen Brustkrebsrate bei
japanischen Frauen.
"Weltweit sind zwischen 750
Millionen und 1 Milliarde
Menschen vom Jodmangel
betroffen. Ursachen sind die
Jodarmut üblicher
Lebensmittel und ein zu
geringer Verzehr von
Seefisch, der als einziges
Lebensmittel von Natur aus
jodreich ist. Jod ist
essenziell für einen
normalen Stoffwechsel", so
die Deutschen Gesellschaft
für Ernährung (DGE). |